„100 Jahre danach - was uns trennt, was uns verbindet“

Datum der Veranstaltung:
10. November 2014 bis 17. Oktober 2015

Veranstaltungsbeschreibung

Dieses Projekt soll Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen zusammenbringen. Sie sollen sich kennen und verstehen lernen. Gemeinsam wollen wir Spaß haben und Sprachanimation auf Deutsch, Französisch und Polnisch erleben, aber auch viele dynamische Aktivitäten in der Gruppe bestreiten.

Erste Projektwoche: vom 10.-15. November 2014 in Görlitz (Deutschland)
In der ersten Projektwoche wird die eigene Identität hinterfragt. Wer bin ich, wie sehe ich bestimmte Sachen, was sieht der andere anders usw. Diese Projektwoche findet in Deutschland statt.

Zweite Projektwoche: vom 13.-18. April 2015 in Merville (Frankreich)
In der zweiten Projektwoche in Frankreich wird es darum gehen, die Geschichte zu vergleichen. Warum haben wir nicht alle dieselbe Rezeption der Geschichte? Konkret: Was lernen wir über den ersten Weltkrieg in Frankreich, Polen und Deutschland? Warum gibt es Unterschiede und woher kommen diese. Was hat dies mit unserer Identität zu tun.

Dritte Projektwoche: vom 12.-17. Oktober 2015 in Ustrón (Polen)
In der dritten Projektwoche in Polen soll dann das Thema Europa mehr in den Fokus rücken. Haben wir eine europäische Identität? Oder anders ausgedrückt: Trennendes und Verbindendes – hilft es uns bei der europäischen Verständigung?

Das sind vielleicht nicht ganz einfach zu beantwortende Fragen, aber schon die Suche nach den Antworten kann interessant sein. Und da unsere Moderatoren auch Animateure sind, werdet ihr viel Spaß bei der Sache haben und in aufgeschlossener und bereichernder Atmosphäre viele Eindrücke und vielleicht auch Einsichten mit nach Hause nehmen.

Projektpartner: Cefir, Europa Direkt e.V. und Zespół Szkół Ogólnokształcących nr3, II Liceum Gliwice.

Veranstalter

Europa-Direkt e. V. - Institut für interkulturelle und europäische Studien
E-Mail: Veranstaltungsorte:
Europa-Jugendherberge Görlitz
Peterstrasse 15
02826 Görlitz
Deutschland
Maison Diocésaine d'Accueil de Merville
70 rue Victorine Deroide
59660 Merville
Frankreich
43-450 Ustrón
Polen

Programm

Wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

So lief die Veranstaltung

Unter dem Thema „100 Jahre danach... Was uns trennt, was uns verbindet?“ stand der Erste Weltkrieg im Fokus der drei Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Valenciennes, Magdeburg und Gliwice.

Im ersten Treffen wurden die unterschiedlichen Perspektiven auf das geschichtliche Ereignis bearbeitet. Deutsche und Franzosen waren schließlich erbitterte Feinde. Polen existierte zu der Zeit als Staat nicht und wurde erst mit Ende des Ersten Weltkrieges gegründet. Somit wird dieses Thema in den Geschichtsbüchern unserer Länder unterschiedliche behandelt. Der Vergleich dieser unterschiedlichen Blickwinkel stand im Mittelpunkt der ersten Begegnung.

Beim zweiten Treffen in Frankreich stand die geschichtliche Betrachtung des Konfliktes mehr im Mittelpunkt. Es ging um den chronologischen Ablauf der Kriegsereignisse und die Gruppe besichtigte verschiedene historische Kriegsschauplätze und Gedenkorte.

Beim dritten Treffen in Polen wurde ein Bogen von der Geschichte in Zukunft und Gegenwart gespannt. Einerseits ging es darum die Vorteile, die ein friedliches Zusammenleben in Europa und eine europäische Zusammenarbeit den Europäer bringt, herauszustellen. Andererseits wurden aber auch die aktuellen Herausforderungen, vor denen Europa steht, beleuchtet und unterschiedliche nationale bzw. individuelle Perspektiven diskutiert. Außerdem wurden die Bilder, die die Teilnehmer von Europa haben, miteinander verglichen und Visionen der Zukunft Europas einander gegenübergestellt.

Die häufige Arbeit in trinationalen Gruppen, aber auch das Zusammensein und Zusammenleben in informellen Phasen, erlaubte es den Teilnehmern viele Menschen aus den Partnerländern besser kennenzulernen. DieTeilnehmer erwarben durch die Zusammenarbeit mit Menschen die aus anderen Ländern stammen interkulturelle Kompetenzen. Die Teilnehmer tauschten sich in den thematischen Einheiten über die unterschiedlichen Sichtweisen auf Europa heute und in Zukunft aus. Dabei kamen auch die gesellschaftlichen Strukturen, kulturellen Besonderheiten und politische Rahmenbedingungen der Partnerländer zur Sprache. In den Diskussionen zu kontroversen Themen übten die Teilnehmer Unterschiede und teils gegensätzliche Meinungen auszuhalten und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Dem Motto der Europäischen Union „Einheit in Vielfalt“ entsprechend konnte dadurch bei den Teilnehmern ein europäisches Bewusstsein angebahnt werden. Die Aktivitäten zur Sprachanimation erlaubten es erste Schritte in den Fremdsprachen zu machen, andere, die schon über mehr Kenntnisse verfügten konnten diese praktisch einsetzen, üben und vertiefen.Unter dem Thema „100 Jahre danach... Was uns trennt, was uns verbindet?“ stand der Erste Weltkrieg im Fokus der drei Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Valenciennes, Magdeburg und Gliwice.