Das Beste von der deutsch-französischen Jugendbegegnung „100 Jahre Erster Weltkrieg“!

04. August 2014

Am 3. August wurde einer wichtigen deutsch-französischen Etappe zu 100 Jahren Erster Weltkrieg gedacht. Auf den Tag genau 100 Jahre nach Kriegserklärung des Deutschen Reiches an die Republik Frankreich, sind sich Bundespräsident Joachim Gauck und der Französische Staatspräsident François Hollande am Hartmannswillerkopf (Vieil-Armand) in den Vogesen begegnet. Er war einer der meistumkämpften Schauplätze des Ersten Weltkriegs und hält noch immer dessen Spuren instand. Millionen junger Menschen ließen dort ihr Leben.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) wurde zu diesem Anlass von der Mission du Centenaire und dem Comité du Monument National du Hartmannswillerkopf gebeten, eine Jugendbegegnung zu organisieren. Diese Begegnung mit 100 Teilnehmern aus Deutschland und Frankreich zwischen 16 und 22 Jahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und dem französischen Verband Fédération nationale des Francas durchgeführt.

Drei Tage lang konnten sich die Jugendlichen kennenlernen und hatten die Gelegenheit, sich in Workshops, Besichtigungen und Begegnungen mit den Historikern Gerd Krumeich und Nicolas Offenstadt mit der Thematik zu befassen. Aufgeteilt in sechs Gruppen, näherten sich die jungen Teilnehmer mithilfe von Kunst und Kreativität dem Thema an.

Zur Dokumentation des Jugendtreffens

Donnerstag, den 31. Juli

Um 18:00 wurden die Jugendlichen im CEEJA (Centre Européen d'Etudes Japonaises d'Alsace) empfangen. Nach einer kurzen Einführung und dem Abendessen konnten die Teilnehmer sich mit Hilfe von Sprachanimationen kennenlernen und in Kontakt mit der Thematik kommen.

Freitag, den 1. August

Die Teilnehmer haben sich im Rahmen von sechs kreativen und künstlerischen Workshops mit dem Gedenken des Ersten Weltkriegs und der Erinnerungsarbeit vertraut gemacht. Am Nachmittag nahmen sie an einer historischen Spurensuche in Kleingruppen auf dem Hartmannswillerkopf, bei dem Verein „Abri-Mémoire“, dem deutschen Soldatenfriedhof in Cernay und dem Museum de Saint-Amarin teil.

Zum Programm der Workshops

Samstag, den 2. August

Die Arbeit in den Workshops ging weiter. Ziel war es, die Ergebnisse der kreativen Arbeit am Sonntag, nach der Begegnung der Staatschefs François Hollande und Joachim Gauck im Hartmannswillerkopf (Vieil-Armand), zu präsentieren. Tagsüber haben die jungen Teilnehmer eine Friedensbotschaft verfasst, die bei der offiziellen Gedenkzeremonie am nächsten Tag übergeben werden sollte. Am Nachmittag hatten sie die Gelegenheit sich mit zwei Historikern des Ersten Weltkriegs, Gerd Krumeich und Nicolas Offenstadt, auszutauschen. Abends ließen sie beim Fest des Lichtes 100 Himmellaternen in Vogelgrun los und feierten somit die deutsch-französische Freundschaft und den Frieden. Béatrice Angrand, Generalsekretärin des DFJW, hielt bei der Gelegenheit eine Rede. 

Sonntag, den 3. August

An diesem Tag war der Höhepunkt der Gedenkarbeit. Die Jugendlichen trafen die Staatspräsidenten Joachim Gauck und François Hollande auf dem Hartmannswillerkopf (Vieil-Armand) und überbrachten ihnen eine Friedensbotschaft, welche die Ergebnisse und Gedanken aus dem dreitägigen Seminar widerspiegelte.

Zur Friedensbotschaft

Montag, den 4. August

Jetzt ist es soweit: die Begegnung neigt sich dem Ende. Jede/-r wird voller Erinnerungen nach Hause fahren mit dem Wunsch, den wertvollen Frieden weiter zu bewahren.