Das Beste vom 14. Juli

30. Juli 2014

Die Militärparade am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, stand dieses Jahr im Zeichen des 100. Jahrestags des Ersten Weltkriegs.

Der französische Staatspräsident François Hollande hatte Zivil- und Militärdelegationen aus den 80 Ländern eingeladen, die sich einst im Ersten Weltkrieg bekämpften, um symbolisch die internationalen Gedenkfeierlichkeiten zu begehen.

Die französische Mission 100. Jahrestag („Mission du Centenaire“) des Ersten Weltkrieges empfing 250 Jugendliche in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das seine Erfahrung im Bereich interkultureller Jugendbegegnungen zur Verfügung stellte. Eine Gruppe interkultureller Animateure begleitete die Jugendlichen durch die Woche, in der anstrengende Proben für den 14. Juli, zahlreiche Exkursionen und Treffen mit hohen Vertretern aus Politik und Militär anstanden.

So hielt François Hollande eine Rede vor den Jugendlichen bei einem Empfang in der Pariser École Militaire, bei dem auch der beigeordnete Minister für Kriegsveteranen, Kader Arif, anwesend war. Sie durften an der Zeremonie unter dem Triumphbogen teilnehmen, bei der die Flamme auf dem Grab eines unbekannten Soldaten wiederentfacht wurde und schließlich ihre Geschichtskenntnisse im Museum des Ersten Weltkriegs in Meaux vertiefen.

Die Animationsgruppe des DFJW gestaltete am Donnerstag, den 10. Juli, mit einem „World Café“ einen eigenen Programmpunkt im Gebäude der UNESCO in Paris als Ort der kulturellen Verständigung. Zehn Fragen rund um die Themen „Andenken, Krieg und Frieden“ standen zur Diskussion bereit und trugen nach Aussagen der Jugendlichen dazu bei, nun „besser zu verstehen, warum sie nach Paris gekommen sind“. Am selben Abend wurden die verschiedenen Delegationen von Najat Vallaud-Belkacem begrüßt, französische Ministerin für Jugend.

Am 14. Juli, Tag der Nationalfeier, marschierten die Militärdelegationen der 80 Länder im Gleichschritt auf den Champs-Elysées und boten dem Publikum damit eine farbenfrohe Eröffnungszeremonie. Nach dem traditionellen Parademarsch der französischen Armee führten die 250 Jugendlichen eine von José Montalvo entwickelte und während der Woche einstudierte Choreographie zu Mozarts Klarinettenkonzert auf, an deren Ende sie sich versammelten, um hundert Friedenstauben frei zu lassen, die sich vor der Präsidententribüne über dem Place de la Concorde in die Luft erhoben.

Ein großes Dankeschön und Bravo an alle Jugendlichen, die an dieser unvergesslichen und erfahrungsreichen Begegnung teilgenommen haben!